AUSSTELLUNG LUCA ALINARI in der Galleria d’Arte Moderna im Palazzo Pitti

“Kunst kann man nicht allein mit gutem Willen machen”, so Luca Alinari anlässlich der Ausstellungseröffnung von “Labirinto Alinari”, die vom 22. Juni bis 24. Juli 2016 in der Galleria d’Arte Moderna im Palazzo Pitti zu besichtigen ist. “Der Künstler muss etwas aus sich herausholen, von dem er selbst nicht weiß, dass es in ihm steckt.”

palazzo pitti

Die Ausstellung befindet sich im Palazzo Pitti in Florenz in der Galleria d’Arte Moderna

Der Florentiner Maler Luca Alinari reflektiert verschiedene Strömungen der zeitgenössischen Malerei. Er wurde vom Surrealismus bis zur Popart verschiedenen Stilrichtungen zugeordnet. Seinen Werken liegt dabei die Freude am Experimentieren mit Themen, Stilen und Materialien zugrunde: ein authentisches Labyrinth, stets mit einem Schuss Ironie versehen.

Corea

Corea, Acryl 90 x 80 cm

Alinari hat einen Hang zum Fantastischen und Onirischen, seine Farben verführen mit sanften Pastelltönen. Landschaft, Architektur, Objekte, Sterne bekommen eine unverkennbare, persönliche Signatur. Im Jahre 1982 wird Alinari eingeladen, an der Biennale von Venedig teilzunehmen.

Tiramolla zanzito

Tiramolla zanzito, Acryl 70 x 70 cm

Achtzehn Werke, hauptsächlich aus der Schaffensperiode der 70er Jahre, wurden für diese Ausstellung ausgewählt, die von der Accademia delle Arti del Disegno in Kooperation mit den Uffizien realisiert wurde.

alinari schmitt

Luca Alinari (li.) und der Direktor der Uffizien Eike Schmidt (re.)

Zwei Werke, das “Selbstporträt” und “Automa di Sé”, stammen aus dem Besitz der Gallerie der Uffizien, die seit Sommer 2015 von dem Deutschen Eike Schmidt geleitet wird. Der renommierte Kunsthistoriker Schmidt hat sich die Vernetzung und Öffnung der Uffizien und eine sinnvolle Interaktion mit anderen Institutionen zur Aufgabe gemacht.

Die Ausstellung währt vom 22. Juni bis 24. Juli 2016
Dienstag bis Sonntag von 8.15-18.50 Uhr
Der Eintritt ist bei der Besichtigung der Galleria Palatina-Galleria d’Arte Moderna enthalten
Kosten: € 13,00 (ermäßigt € 6,50)
Galleria d’Arte Moderna (GAM)
Palazzo Pitti, Florenz


MUSEUM MINE: Braunkohleabbau im Valdarno

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Das alte Zentrum von Castelnuovo dei Sabbioni, wo heute das Museum steht, wurde in den 70er Jahren aufgegeben, da Erdrutsche drohten.

Unter Toskana stellt man sich Pinien- und Zypressenalleen vor. Toskana heißt aber auch harte Arbeit und schwierige Lebensbedingungen. In dem Gebiet um Castelnuovo dei Sabbioni wurde 133 Jahre lang – bis 1994 – Lignit abgebaut.

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Bei Lignit oder Schieferkohle sind die Holzstrukturen zum Teil noch deutlich sichtbar.

Der Abbau erfolgte zuerst unter Tage und nach dem Zweiten Weltkrieg dann an der Oberfläche. Riesige Maschinen namens “Bette” – benannt nach Elisabetta, der Tochter des Ingenieurs – mit 60 Meter langen Förderarmen extrahierten die Braunkohle.

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Die Landschaft um die Ortschaft wurde durch den Tagebau, bei dem insgesamt mehr als 43 Millionen Tonnen gefördert wurden, in eine Mondlandschaft verwandelt.

Dass dieser fossile Brennstoff im Valdarno gefunden wurde ist der Tatsache zu verdanken, dass im Valdarno vor mehr als 3 Millionen Jahren ein tropischer Urwald stand. Unter der Ägide des Großherzogs Leopold der Toskana begann man im 19. Jahrhundert, das Material industriell abzubauen. Aus den Bauern der umliegenden Dörfer wurden Bergleute.

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1994 ertönt zum letzten Mal die Sirene des Schichtwechsels.

Im Museum, das von Dienstag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und Samstag und Sonntag von 10 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist, wird der Ursprung des Materials erklärt. Außerdem sind Werkzeuge und Kleidung der Bergleute ausgestellt.

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Schuhe eines Bergmanns

Die Ausstellung bezieht außerdem die Entstehung und Entwicklung der Gemeinde Cavriglia mit ein. Um den Abbau der Braunkohle zu ermöglichen, wurden drei Dörfer aufgegeben und die Einwohner umgesiedelt. Der Tagebau verwandelte die Landschaft in eine mondähnliche Wüste. Die Narben der industriellen Eingriffe sind auch heute, über 20 Jahre nach der Schließung des Werks – weithin sichtbar.