25. APRIL: Tag der Befreiung

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An diesem Tag wird der Befreiung Italiens von den Deutschen und dem Faschismus gedacht, sowie der Partisanen, die ihr Leben dafür einsetzten. Ein wichtiger Gedenktag, der augenfällig seit der Wirtschaftskrise 2008 noch konsequenter begangen wird. Heuer besuchte Ex-Premier Matteo Renzi Cavriglia und Castelnuovo. In der Vergangenheit war zum Beispiel Frank Walter Steinmeier in San Pancrazio zugegen.

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Gedenktafel im Hof der Villa Barberino, Cavriglia

Über den Pratomagno hatten sich während des Zweiten Weltkriegs an die 2000 Partisanen verteilt, bei Loro Ciuffenna die Brigade „Mameli“ oder bei Pian di Scò und Reggello die Brigade „Potente“. Die deutschen Truppen gerieten auf ihrem Rückzug im Sommer 1944 immer wieder in einen Hinterhalt. Die Engländer halfen den Partisanen, indem sie Waffen und schließlich auch Truppen im Rücken der Deutschen abwarfen.
Wenn die Deutschen getroffen wurden, übten sie, nicht selten mit Unterstützung der lokalen Faschisten, grausam Vergeltung an der zivilen Bevölkerung. Alte, Männer, Frauen und Kinder wurden gefoltert und danach erhängt, einfach erschossen oder in Häuser gesperrt, die dann angezündet wurden. Besonders unmenschlich hatte sich die Fallschirm-Panzerdivision Göring hervorgetan, die in Castelnuovo dei Sabbioni 73 tote Zivilisten zu verantworten hatte, in San Pancrazio 74 und in Meleto 97. Am 3. August 1944 wurden in Rignano sull’Arno die Frau und die beiden Töchter von Albert Einsteins Cousin Robert Einstein erschossen. Andere Familienmitglieder, die nicht den Nachnamen „Einstein“ trugen, kamen mit dem Leben davon.

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